Pastor Sändy in the boonies


Church to go
Samstag, 10 Mai, 2008, 9:31
Gespeichert unter: Christsein, Glaube

Hab gerade einen sehr genialen Artikel von Jörg Albrecht in der Aufatmen zum Thema “Mein geistlicher Abendabschluß” gelesen.
Er erklärt mit welchem Abendritual er seinen Tag abschließt.

Er nimmt sich jeden Abend kurz Zeit und beantwortet zwei Fragen:
1. Wofür bin ich dankbar?
2. Was will ich loslassen?

Die Antworten notiert er in ein Notizbuch, weil es ihm schriftlich leichter fällt, Gedanken zu fassen.
Er schließt das Ritual mit einem Gebet von Jörg Zink ab, das ich sehr schön finde:

Ich lasse mich dir, Heiliger Gott, und bitte dich:
Mach ein Ende aller Unrast.

Meinen Willen lasse ich dir.
Ich glaube nicht mehr, dass ich selbst verantworten kann,
was ich tue und was durch mich geschieht.
Führe mich und zeige mir deinen Willen.

Meine Gedanken lasse ich dir.
Ich glaube nicht mehr, dass ich so klug bin,
mich selbst zu verstehen,
dieses ganze Leben oder die Menschen.
Lehre mich deine Gedanken denken.

Meine Pläne lasse ich dir.
Ich glaube nicht mehr, dass mein Leben seinen Sinn findet in dem,
was ich erreiche von meinen Plänen.
Ich vertraue mich deinem Plan an,
denn du kennst mich.

Meine Sorgen um andere Menschen lasse ich dir.
Ich glaube nicht mehr, dass ich mit meinen Sorgen irgend etwas bessere.
Das liegt allein an dir. Wozu soll ich mich sorgen?

Die Angst vor der Übermacht der andere lasse ich dir.
Du warst wehrlos zwischen den Mächtigen.
Die Mächtigen sind untergegangen. Du lebst.

Meine Furcht vor meinem eigenen Versagen lasse ich dir.
Ich brauche kein erfolgreicher Mensch zu sein,
wenn ich ein gesegneter Mensch sein soll
nach deinem Willen.

Alle ungelösten Fragen, alle Mühe mit mir selbst,
alle verkrampften Hoffnungen lasse ich dir.
Ich gebe es auf, gegen verschlossene Türen zu rennen,
und warte auf dich. Du wirst sie öffnen.

Ich lasse mich dir. Ich gehöre dir, Gott.
Du hast mich in deiner guten Hand. Ich danke dir. Amen.

Aus: Jörg Zink, Wie wir beten können.

Außerdem ist im Artikel noch ein bißchen Werbung reingemogelt. Aber ich finde das beworbene Ding so cool, das ich auch drauf hinweise (falls also noch jemand ein Geschenk für mich braucht.. *ZAUNPFAHL*)

Tt5Rnb

Hier gibts die “Church to go”



Lauf Jäger lauf….
Freitag, 9 Mai, 2008, 6:49
Gespeichert unter: Christsein, Glaube

Ich laufe immer die selbe Runde. Immer 8 km… Meistens zwei-drei mal die Woche. Und jetzt, nach fast 1,5 Jahren ist mir mitten in einer riesen Wiese ein Kreuz aufgefallen.
Von einer großen Baumkrone fast überragt. Das Kreuz ist bestimmt fast 2,5 Meter groß und ich habe es immer in meiner Runde durch Wiesen und Felder übersehen.

Ich bin quer durch die Wiese hin gejoggt und hab mich kurz davor auf eine Bank gesetzt.

Obwohl ich ständig dran vorbegelaufen bin, hab ichs übersehen.
Ich fands fast schon symbolisch, das Kreuz übersehen zu haben. Alltag - Rennen - Schweißtreibend - immer schneller - da übersieht man schon schnell mal ein Kreuz, oder besser “das Kreuz“.

Sich dann aber kurz hinzusetzen, wieder zu Luft zu kommen und unter dem Schatten der Baumkrone sich das Kreuz mal genau anzusehen, an dem man sonst vorbeirennt, hat gut getan.

Vielleicht eher Gedanken für eine Predigt. Mußte aber aufgeschrieben werden sonst rutscht es weg.



Geht doch…
Freitag, 9 Mai, 2008, 11:58
Gespeichert unter: Christsein, Glaube

Nachdem ich mich vorletztes Jahr ja bereits fürstlich über das Mackie-Messer-mässige Kirchentagsplakat echauffiert habe, hat es nun scheinbar Früchte getragen. Man hat auf mich gehört. Gleiche Werbeagentur (Scholz&Friends), aber viel bessere Umsetzung!
Die Plakate für den Kita in Bremen sind jetzt raus und sprechen mit deutlich besser an, als die letzten.
Gott spricht uns vor strahlend blauem Himmel in einer Sprechblase mit dem Kirchentagsmotto aus Gen 3,9 an: “Mensch, wo bist du?”

32. Dekt Mensch Wo Bist Du Hoch Lowres 01
Druckfähige Poster hier.
Pdf-Stellungnamen zum Plakat und der EKT-Losung von der Präsidentin, Generalsekretärin, dem Schriftführer der Bremischen Landeskirche sowie der Werbeagentur Scholz & Friends hier.



Christival als gelungene Generalprobe des Kirchentags 2009 in Bremen
Mittwoch, 7 Mai, 2008, 1:26
Gespeichert unter: Christsein, Gemeinde, Glaube, Vikariat

Spannend, war doch befürchtet worden, dass die Negativ-Presse des Christivals nun auch auf den Kirchentag anfärben könnte, steuert die Generalsekretärin des DEK gegen:

Kirchentag sieht gelungene Generalprobe für Bremen 2009

Im Streit um das “Christival” hat sich Bremen nach Auffassung der Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages, Ellen Ueberschär (Fulda), als selbstbewusste Stadt mit engagierten Bürgern gezeigt. Dazu passe der Kirchentag, zu dem im kommenden Jahr etwa 100.000 Dauerteilnehmer erwartet würden, sagte Ueberschär am Dienstag im epd-Gespräch. Die Bremer hätten die rund 20.000 jugendlichen “Christival”-Gäste freundlich aufgenommen. Organisatorisch hätten sich die Vorteile einer Stadt der kurzen Wege gezeigt.

“Das Zusammenspiel zwischen Messe, Polizei und Verkehr hat ungewöhnlich gut geklappt”, blickte Ueberschär auf den fünftägigen missionarischen Jugendkongress zurück. Kritiker hatten dem Christival fundamentalistische Positionen vorgeworfen. Ueberschär verwies auf Unterschiede: “Der Kirchentag bietet eine Plattform für soziale Bewegungen.” Grundprinzip sei die Diskussion. Der Kirchentag vom 20. bis 24. Mai 2009 in Bremen steht unter der biblischen Losung “Mensch, wo bist du?”

“Bei so wichtigen Fragen wie der sozialen Gerechtigkeit müssen wir eine Streitkultur organisieren, die nicht verdammt”, betonte die Generalsekretärin. Große Leitthemen sind Ueberschär zufolge auch Globalisierung und Welthandel sowie die Frage, wie eine Demokratie mit Zukunft gestaltet werden kann. “Der Kirchentag kann Bewusstsein verändern”, sagte die promovierte Theologin.

Mit “Horizonte des Glaubens”, “Perspektiven für die Gesellschaft” und “Chancen für die Welt” sind in Bremen drei große Themenbereiche mit etwa 2.000 Veranstaltungen geplant. Damit sei das Programm um etwa 30 Prozent kleiner als 2007 in Köln. “Weniger Quantität, mehr Qualität”, beschrieb Ueberschär das Ziel der Organisatoren. Mit den Behörden in Bremen gebe es ein reibungsloses Zusammenspiel. Die gastgebenden Kirchengemeinden seien neugierig und aufgeschlossen. Die Generalsekretärin ist überzeugt: “Bremen wird sehr gut ankommen.”


Pressenachricht von der Internetpräsenz des Kirchentages



20% auf alles….
Montag, 5 Mai, 2008, 2:10
Gespeichert unter: BlaBlaBlog, Christsein

Noah
via Jacob



mehr als zwei seminare….
Montag, 5 Mai, 2008, 1:51
Gespeichert unter: Christsein, Emergentes Zeugs, Gemeinde, Glaube, Musik, Vikariat

Christival 2008 ist zuende. Schade!
Frisch geduscht, mich frisch bekocht, 2x Waschmaschine und in Gedanken mit vielen Bildern und Eindrücken noch in der Hansestadt.

Die Tage in Bremen waren eine Tankstelle in jeder Hinsicht.
Zu sehen, wie diese bunte Menge von Jugendlichen aus unterschiedlichsten Konfessionen und Jugendkulturen zusammenkommt und auf einen “Nenner” kommt…auch wenn die selbst diesen “Nenner” (noch) gar nicht kennen und auf der Suche sind…. total faszinierend.

So eine Vielfalt an Frömmigkeitsformen, Workshops, Musikstilen…. Wahnsinn.
In einem Gottesdienst “Großer Gott wir loben dich zu singen”, dann gefolgt von einem aktuellen und modernen Lobpreislied, dann eine Clowns/Pantomimeeinlage und dann das Abendmahl von Wolfgang Huber eingesetzt zu bekommen zeugt von der großen Bandbreite und dem breiten spirituellen Angebot auf dem Christival.
Gerade diese Vielfalt auf nur zwei Seminare zu reduzieren und das Christival in der Presse so negativ als ultra-evangelikales Gehirnwäschetreffen darzustellen ist echt schade und schlicht falsch.
Schon die Fragen der, von Presseberichten besorgten Eltern, die meine Schützlinge auf dem Christival zwischendurch anriefen und jetzt zuhause die ausführliche Presseschau auf meinem Sofa machen mich wirklich traurig.

Highlights von denen ich trotz der Negativ-Presse noch zehre sind:

  • Der Abendmahlsgottesdienst am Mittwoch Abend mit 16.000 Menschen Open Air. Ein Gefühl von Gemeinschaft und Nähe Gottes… Wahnsinn. Hat total berührt. 16.000 Jugendliche in absoluter Stille. Aber auch eine Predigt, die in den Alltag reinspricht und hängenbleibt. Danke Toby!
  • Worshipteile, sowohl bei Wortwechseln (morgendliche Bibelarbeiten) als auch bei den Festivals und Gottesdiensten. Endlich auch mal wieder musikalisch und textlich gute DEUTSCHSPRACHIGE Lieder und Bands, die diese Lieder gut und mitreißend performen.
  • Gespräche mit “meinen Jugendlichen”. Ich bin ja mit Jugendlichen meiner Gemeinde nach Bremen gefahren. Einfach mal 5 Tage Zeit zu haben, für Gespräche, Gemeinschaft, Lachen, Weinen, Singen… sich einfach besser kennenzulernen ist super und ein wahres Geschenk. Man kommt im Alltag leider viel zu selten dazu.
  • Meine gute alte Studienfreundin und nun Kollegin Karen dabei gehabt zu haben. Sowohl gemeinsam über das Christival zu sprechen und auch mal meinen Leitungsstil aus einer objektiven Außenperspektive reflektiert zu bekommen als auch einfach in der Sonne zu schwatzen und über die alten Zeiten zu lachen war genial.
  • Seminare die informiert, motiviert und neue Visionen haben wachsen lassen. Über den Timotheus Treff (Mitarbeiterschulungskonzept für Jugendliche, um aus Konfirmanden Mitarbeiter zu machen), die Emerging Church (bei dem ich endlich mal Toby Faix persönlich treffen konnte, nachdem wir uns vorher ja nur virtuell kannten) und auch schließlich ein Ten Sing Seminar bei dem ich mit vielen Jugendlichen aus meiner Gemeinde war. Die waren sowas von begeistert, dass man mich voll gefreut.

Insgesamt war für mich der Wechsel der Perspektive spannend. Christival Dresden 1996 als Teilnehmer: prägende Antworten in einer Zeit der Suche damals, kurz vorm Abitur/Studienbeginn und heute: gefühlt tausend Jahre später, selbst Leiter zu sein, selbst Gesprächspartner zu sein, selbst gefragt zu werden und Antworten auf brennende Fragen anbieten zu dürfen.
Ich hatte wirklich fünf schöne Tage in Bremen!

Fotos vom Christival werden noch folgen. (Hier schonmal ein paar von Benni)
Hier noch Links zu anderen Posts zum Thema von Achti, Schrotty, Hufi und Toby. Eine Umfassende Linksammlung vom CVJM Nürnberg.



Zweiter Konfirmationsdurchgang
Dienstag, 22 April, 2008, 11:55
Gespeichert unter: Christsein, Gemeinde, Vikariat

Hier sind die Bilder nun online von den Konfirmationen drei und vier.

Navii

Thema war diesmal “Bitte geben Sie ihren nächsten Zielort ein”.
Nach der Konfirmation als wichtige Station auf dem Lebensweg,
gilt es nun den weiteren Lebensweg zu planen,
auf dem uns Gott ein Begleiter (und Navigationssystem) sein will.
Waren zwei sehr schöne Gottesdienste!



Thrice - Come All You Weary
Donnerstag, 17 April, 2008, 9:51
Gespeichert unter: Glaube, Musik

Thrice stehen ja auch noch oben auf meiner Liste von Bands, die ich gerne noch sehen würde.
Sammy hat heute dankenswerterweise auf ein neues EP Projekt hingewiesen. Klingt super! Mt 11,28 Come all you weary ist auch mein Lieblingssong.

Thrice - Come All You Weary

Come all you weary with your heavy loads
Lay down your burdens find rest for your souls
Cause my yoke is easy and my burden is kind
I’ll take yours upon me and you can take mine

Come all you weary move through the earth
You’ve been spurned at fine restaurants and kicked out of church
Got a couple of loaves sit down at my feet
Lend me your ears and break bread with me

Come all you weary
Come gather round near me
Find rest for your souls

Come all you weary, you crippled you lame
I’ll help you along you can lay down your canes
We’ve got a long way to go but we’ll travel as friends
The lights growing bright further on further in

Come all you weary
Come gather round near me
Find rest for your souls

Rest for your souls

Come all you weary
Come gather round near me
Find rest for your souls

Rest for your souls



Erster Konfirmationsdurchgang 2008
Montag, 14 April, 2008, 6:50
Gespeichert unter: Emergentes Zeugs, Gemeinde, Glaube, Vikariat

Am Sonntag fanden die ersten zwei (von fünf) Konfirmationen für dieses Jahr bei uns statt.
Am Vorabend haben wir einen Abendmahls- und Beichtgottesdienst gefeiert, der auch sehr schon war und eine feierliche Atmosphäre hatte.
Die beiden Konfirmationen am Sonntag haben mein Mentor und ich uns aufgeteilt (Predigt und Einsegnung/Liturgische Elemente) - auch sehr sinnvoll bei zwei Gottesdiensten unmittelbar hintereinander weg. (Da weiß man dann erst mal was Mark Driscoll alles leistet, mit seinen Marathons…)
Gepredigt habe ich über “Du bist Kirche - Kirche ist das, was du aus ihr machst”. Angereichert durch das grandiose Asbo Bildchen auf den Liederzetteln der Konfirmanden.

Churchthenandnow

Außerdem habe ich Ideen aus Dan Kimballs “The Emerging Church: Vintage Christianity for New Generations” (Dan Kimball)” eingebaut.

Kirche als ekklesia (Versammlung) und nicht zum passiven konsumieren und zurücklehnen (Ich gehe sonntags manchmal in die Kirche und nach einer Stunde ist “KIRCHE” dann auch vorbei).
Beide Gottesdienste haben wirklich Spaß gemacht und haben für mich einen gelungen Abschluß der Konfirmandenzeit meiner ersten Konfirmanden dargestellt. *Voll und ganz zufrieden*
Hier auf unserer Gemeindehomepage sind ein paar Bildchen.

Nachtrag: Dazu auch die Gedanken von Achti.



Erste Pastorinnen und Pastoren haben veränderten Ausbildungskurs abgeschlossen
Montag, 7 April, 2008, 1:17
Gespeichert unter: Vikariat

Artikel auf der Seite der Pressestelle der Hannoverschen Landeskirche vom 07.04.2008:

Ende März 2008 hat der erste Vikarskurs der Landeskirche Hannovers nach einem neuen Ausbildungsmodell im Predigerseminar Loccum das Zweite Theologische Examen abgelegt. Damit ist der Reformprozess des seit Beginn des 19. Jahrhunderts in seinen Grundzügen durchgeführten Modells der zweieinhalbjährigen Ausbildung für das Pfarramt abgeschlossen.

„Die Ausbildung der Theologen muss den Bedürfnissen der Gegenwart angepasst sein. Lange war es so, dass die Vikarinnen und Vikare tolle Kochrezepte im Predigerseminar bekamen, aber man sie während des Studienjahres nicht an den Herd ließ. Jetzt ist es erfreulicherweise anders.“, so fasst Oberlandeskirchenrat Michael Wöller, Dezernent für die Theologische Ausbildung in der Landeskirche, die Zielvorstellungen der Reform des Vikariats zusammen.

Das neue Ausbildungsmodell sieht eine durchgängige Präsenz in der Gemeinde vor. Während der nun zweieinvierteljährigen Ausbildungszeit kommen die Vikarinnen und Vikare zu mehreren drei- bis fünfwöchigen Ausbildungsblöcken in das Predigerseminar. Bislang lebte der theologische Nachwuchs nach einer 18-monatigen Gemeindezeit ein Jahr lang während des sogenannten Studienjahres im Predigerseminar.

Dr. Nicola Wendebourg, Studiendirektorin und Leiterin des Predigerseminars Celle, zieht das Fazit: „Die Vikarinnen und Vikare freuen sich darauf, das Gelernte zeitnah in der Gemeinde auszuprobieren, so dass sich Theorie und Praxis besser verzahnen. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit dem neuen Ausbildungsmodell gemacht.“ Als Mitglied der Studienleitungskonferenz war sie maßgeblich an der Reform der kirchlichen Ausbildung beteiligt.

Das Predigerseminar Celle wird im Dezember 2008 geschlossen, wodurch Loccum ab 2009 das einzige Predigerseminar der Landeskirche Hannovers sein wird. Die Schließung wurde im November 2006 von der Landessynode beschlossen.