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Hier gibts definitiv NIX NEUES UNTER DER SONNE
Schön wars, aber jetzt blogge ich unter eigener Domain!
PastorSandy gibts ab jetzt unter www.pastorsandy.de.
Hier ist der neue RSS-feed, damit man auf dem Laufenden bleibt.
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Nachdem dass Prüfungsverfahren nun ja abgeschlossen ist, möchte ich gerne meine Examensarbeit zur Verfügung stellen.
Download: Examensarbeit-kirche-als-marktplatz (Sandra Bils)

Sie hat den Titel “Gottesdienst als Marktplatz. Was können landeskirchliche Ortsgemeinden von Sunday Plaza lernen?” und untersucht das gottesdienstliche Treffen Sunday Plaza der Netzwerkbewegung X-Stream in der Schweiz. Die Ergebnisse der Beschreibung, in deren Untersuchung auch viel Emergentes eingeflossen ist, werden dann mit der landeskirchlichen Situation in Beziehung gesetzt und anhand von Kriterien miteinander vergleichen und bewertet. Mein Ziel war, ein Beispiel emergenter Gemeindestruktur wissenschaftlich darzustellen und für landeskirchliche Verhältnisse nutzbar zu machen.
Weiter möchte ich auch meine homiletische Probe (Examenspredigt und Ausarbeitung) ins Netz stellen. Vielleicht hat ja jemand Bedarf und Interesse und möchte sich informieren. Es handelte sich um 2. Thessalonicher 3,1-5. Der Text war im Rahmen der VI. Reihe Predigttext am 5. Sonntag nach Trinitatis:
Download: Examenspredigt-2Thess-3,1-5 (Sandra Bils)
ÜberFeedback würde ich mich freuen.
Voller Dankbarkeit blicke ich auf mein 2.Kirchliches Examen und einen gestrigen Geburtstag zurück und fühle mich mehr als beschenkt.
Die vier Wochen Prüfungsvorbereitung, die am 03.12 in einen kleinen Prüfungsmarathon von 6 Prüfungen innerhalb von 10 Std. mündeten haben sich gelohnt. Ich konnte Angeeignetes und Gelerntes wiedergeben und hatte sogar Spaß dabei. Notenmäßig hat es sich auch gelohnt. Ich habe nun mit einer glatten zwei (11 Punkte) Studium und Vikariat abgeschlossen. Wunderbar! Ich bin mehr als zufrieden und kann es immer noch nicht fassen.

Gestern abend habe ich dann meinen Geburstag mit Firefox AK und Tiger Lou im Festsaaal Kreuzberg ausklingen lassen. Ein wahres Fest. Es hat mir richtig körperlich gut getan und war genau der richtige Wohlfühl-Ausgleich. Ein spitzen Konzert. (Nicht nur, wie erwartet, von Tiger Lou sondern auch von Firefox AK.) Habe selten soviel Wertschätzung und Applaus für eine Vorband bei einem Konzert erlebt. Verdient!!! Tiger Lou waren so mutig ihr neues Album “Partial Print” (Tiger Lou) von vorne bis hinten zu spielen. Dadurch dass die Lieder musikalisch und textlich so auf sich bezogen sind, sogar in der Reihenfolge der CD. Erst die Zugaben waren dann bekannte Lieder der vorherigen Alben. Mutige und tolle Entscheidung.


Und jetzt erstmal nach Ostfriesland zu Mama, Papa und Schwesterherz zum Füße hochlegen und Entspannen. Lange nicht gesehen, lange nicht geplauscht. Da freue ich mich auch drauf und als besonderes Schmankerl gibts Grünkohl! Juchu!
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Spannende These in: Mayer, Rainer: Heiligung der Zeit. Sabbat und Sonntag. In: Haarmann, Michael/ Lüpke, Johannes v.: Momente der Begegnung. Impulse für das christlich-jüdische Gespräch. Bertold Klappert zum 65. Geburtstag, Neukirchen-Vluyn 2004, S. 116-121.
Meyer sagt, dass sich Raum und Zeit nicht trennen lassen. Eins ist nicht wichtiger als das andere. Der Mensch soll sich aber nicht Dingen unterordnen. Es gilt den Sabbat zu feiern, aber nicht den Raum. Sechst Tage unter der Tyrannei des Alltags, am Sabbat Heiligung der Zeit. (”Und Gott segnete den siebten Tag und machte ihn heilig”). Da Das Judentum keinen Tempel mehr hatte, keinen heiligen Ort, schaffte sie sich in der Zeit einen Raum. Unabhängig von der Umwelt, Haltgebend selbst im Exil. Der Sabbat als heiliger Raum der der Zeit. Somit beschreibt Meyer das Judentum als “Religion der Zeit.”
Ja klar, das Amt der öffentlichen Verkündigung ist nach CA XIV eines! Aber das heißt nicht, dass man immer die selbe Predigt nutzen muß….

ht: asbo
Vom Schreibtisch (uaaah noch 2 Tage und 18 Std) aus wünsche ich allen einen gesegneten ersten Advent!
ht: adventconspiracy
Nur gaaanz kurz, weil ich mich ja eigentlich gerade anderen Dingen widme.
Zum zweiten Mal veranstaltet Emergent-Deutschland ein Emergent Forum in Erlangen und zum zweiten Mal bin ich nicht dabei. (Letztes Jahr Aktivitäten in der Kirchengemeinde am ersten Adventswochenende, dieses Jahr Examen – vielleicht sollte wirklich mal überlegt werden, ob Adventswochenenden ein ungünstiger Zeitpunkt sind. Obwohl, für die über 80 Teilnehmer scheints ja kein Terminproblem gegeben zu haben. Naja…).
Durch eine optimale Berichterstattung kann man jedoch auch von Zuhause am Dialog teilnehmen bzw. sich informieren, worum es in Erlangen geht.
Live-Blog unter emergent-deutschland.de. (Mit Kommentarfunktion, die auch im Saal mit Beamer an die Wand geworfen wird)
Tweets unter #ef08
Nach einem ersten Input von Input von Peter am Freitag Abend zu Phillis Tickles- Great Emergence (hier ein Post von ihm dazu – Stoßrichtung im Refrat baute auf Tickle auf) entwickelte sich nicht nur in Erlangen an den Kleingruppentischen, sondern auch im Web unter den “Daheimgebliebenen” eine angeregte Diskussion. Erste Ergebnisse mündeten sogar schon in Posts dazu. Simon hat darin versucht, Tickles Analyse und Einteilung der amerikanischen postmodernen Christenheit in viel Grundprägungen auf die deutsche Situation zu übertragen. Sehr lesenswert.
Heute war mal die Gute Nachricht dran in meiner Examensvorbereitung.
Zitat aus einem guten Text von Heidemarie Salevsky (Übersetzungstyp, Übersetzungstheorie und Bewertung von Bibelübersetzungen. In: Bibelübersetzung heute, Stuttgart 2001, S. 119-150) – Es geht wie gesagt um die Gute Nachricht:
Das erklärte Ziel der Übersetzung: Orientierung auf eine “breitgestreute Zielgruppe”. Das bedeutet unmittelbare Verständlichkeit als oberstes Prinzip, das Auskommen ohne Erläuterungen (lediglich einige Fußnoten) und wo nötig die Bereitschaft, die Form der Verständlichkeit zu opfern. Es wird kein gehobenes Gegenwartsdeutsch, keine poetische Qualität des Zieltextes angestrebt, sondern die Verwendung von Alltags- bzw. Umgangssprache als Basis größtmöglicher Verständlichkeit. Damit sind eindeutig missionarische Zwecke verbunden (das unmittelbare Ansprechen der heutigen Menschen in ihrer Sprache.)
Höre nur ich das heraus oder ist es auch so gemeint, dass die zu missionierenden Heiden nur alltags- und umgangssprachlich zu erreichen sind? In diesem Zusammenhang klingt der fettgedruckte Rückschluss am Ende des Absatzes nämlich wie eine pauschalisierende Abwertung des Intellekts aller Nicht-Christen. Als hätten sie keine Wertschätzung für sprachlich anspruchsvollere Übersetzungen oder vermochten diesen nicht zu folgen. Ohne Zweifel hat die Gute Nachricht eine missionarische Grundabsicht (nicht zuletzt weil am Gemeinschaftswerk der Übersetzung auch Freikirchen beteiligt waren, die diese Intention miteinbrachten.) Ziel war jedoch eine “breitgestreute Zielgruppe” zu erreichen, nicht besonders die (Noch-) Nicht-Christen mit einer einfach verständlichen Bibel zu missionieren, da sie anderen Übersetzungen nicht folgen können. Diese Logik ist einzig und alein ein Rückschluß von Heidemarie Salevsky.
Jetzt werden bei Ikea sogar schon Vikare verkauft! Zum Schleuderpreis. Für nur 99€

Das Kinderbett Vikare ist ausziehbar und kann sogar mit einem Stützbrett verstärkt werden, damit die lieben Kleinen nicht rausfallen.
Das passt! Da bin ich doch lieber ein Kinderbett als ein Nudelholz aus Plastik. … glaub ich… Schließlich sagt Spr. 24,16:
Der Faule dreht sich im Bett, wie die Tür in der Angel.
(ht: Ingo @ Brockenstube)
Bereite gerade mein mündliches Thema “Liturgischer Gebrauch von Bibelübersetzungen im Gottesdienst am Beispiel der „Bibel in gerechter Sprache“ im Fach “Gottesdienst, Predigt, Unterricht” vor.
Da stolperte ich über folgenden Text von Günther Schmidt aus dem Deutschen Pfarrerblatt 7/07 unter dem Titel: “Zwischen Text und Leser vermitteln. Zur Adressatenadäquatheit von Bibelübersetzungen”
Das Sprachniveau (der Übersetzung) muss der Dignität des Gegenstandes entsprechen. Der Leser soll beim Bibellesen spüren, mit wem er es zu tun bekommt. Glaube kann nicht ohne Ehrfurcht sein, sonst ist er kein Glaube an Gott, wie er uns in der Bibel entgegentritt. Von daher verbieten sich banalisierende Ausdrucksweisen ebenso wie Übersetzungen in Mundarten.
Durch Verbreitung der Hochsprache sind Mundarten heute auch im Bewusstsein derer abgewertet, die sie im normalen Alltag gebrauchen oder mit dialektalem Akzent sprechen. Jugendliche wollen sich durch ihren Jargon von Erwachsenen abgrenzen und sie stückweise provozieren. Sie sind sich der Vorläufigkeit und der spielerischen Züge ihrer Eigenwelt, in welcher der Jargon Einvernehmen stiftet, bewußt. Sowohl Mundart- als auch Jargonsprecher sind sich humorvoll und augenzwinkernd einig, dass ihre Äußerungen so ernst nicht gemeint sind. Wenn Erwachsene seriöse Themen in Mundart oder Jargon ansprechen, wollen sie sie meinst ins Lächerliche ziehen. Machwerke wie die “Kölsche Bibel” oder die “Volx-Bibel” verletzen wegen ihrer gewollt humoristischen Art die gegenüber den Texten und erst recht ihrem Inhalt gebotene Ehrfurcht und wirken auf den heutigen Leser völlig anders als der Original-Text auf die seinen. Sie können deshalb nicht als funktional-äuquivalent oder kommunikativ gelten.
Würde Herr Schmidt wohl seine Meinung ändern wenn er an einem, in Plattdeutsch geführten Trauergespräch teilnähme? (In dem ihm auf Hochdeutsch die Hände gebunden wären, weil eine Verständigung nicht zustande käme.) Dieses Setting ist alles andere als humoresk. Bibeln oder Gesangbuchlieder in Dialekten können hier spirituelle Hilfen sein, dem Gegenüber gerade durch eine adressatenadäquate Übersetzung voller Ehrfurcht im Glauben Gott in aller Ernsthaftigkeit zu begegnen.
Gleiches gilt für die Volxbibel, die durch ihre z.T. eigenwillige Wortwahl augenzwinkernd anmuten mag, durch ihren Dienst als Sprachhilfe jedoch Jugendlichen und jungen Erwachsenen (Sprachmuster sind oft nicht allein demographisch, sondern vielmehr milieuspezifisch verengt!) Zugänge erst ermöglicht. Das sich sowohl Mundart als auch Jargonsprache im Text durch “Vorläufigkeit” und “spielerische Züge ihrer Eigenwelt” auszeichnen, ist vollkommen verkürzt! Von welcher vermeintlich intellektuellen “Hochsprache” scheint Schmidt hier auszugehen, die es zu adaptieren gilt, wenn es ihm schwerfällt andere – nach seiner Meinung “abgewertete”- Kommunikationsmuster und Sprachentwicklungen wahr- und ernstzunehmen? Völlig aus dem Blick gerät hier auch die Beobachtung, dass viele Menschen das Niveau der bildungsbürgerlichen Hochsprache nicht erreichen können und wollen, um das graduelle Entwicklungsdenken Schmidts aufzunehmen.
Eine Ausgrenzung, die durch derartige Äußerungen, wie in diesem Aufsatz vorgenommen wird, lässt sich mit Luthers Wunsch, alle Christen am Wort Gottes teilhaben zu lassen nicht überein bringen.








